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· DIE BORDERS Die "Borders" sind das Gebiet in der Nähe der englischen Grenze südlich von Edinburgh; eine Region mit stillen Dörfern, Textilstädten und vielseitiger Landschaft, unter anderem mit einer zerklüfteten Küste, die von der Grenze bei Berwick - upon - Tweed nach Norden verläuft. Besuchern stehen viele Sehenswürdigkeiten zur Auswahl, u.a. noch in Betrieb befindliche Webereien und Handwerksstätten, viele herrliche historische Gebäude in Privatbesitz und die großartigen Abteien die von den Grenzfehden mit England erzählen. Die Abenteuer der einstigen ,,reivers" (Grenzräuber) sind noch heute in Liedern und Balladen lebendig. Auch in Drumlanrig's Tower in Hawick, der größten Stadt der Borders, wird das Leben von früher porträtiert. Die Stadt Selkirk kann sich rühmen, mit ihrem Common Riding die größte Reiterparade Europas zu veranstalten. Sir Walter Scott, der berühmte schottische Schriftsteller, lebte in Abbotsford in der Nähe von Melrose. Besuchen Sie heute doch einmal seine Wohnstätte, und sehen Sie sich seine Sammlung von Erinnerungsstücken aus Schottlands Geschichte an. Scott liegt in Dryburgh Abbey begraben, einer von vier Abteien. die einst das Leben in den Borders beeinflußten. Die Abteien selbst wurden 1544 durch eindringende Armeen von König Henry VIII zerstört, als Maria Stuart ein kleines Kind war. Auch die heutigen Ruinen üben noch einen überwältigenden Reiz aus. Ein großes Besucherzentrum bei Jedburgh Abbey veranschaulicht die ehemalige Bedeutung der Abtei. Die Mönche entwickelten als erste die Handwerkskunst der Wollverarbeitung und waren damit die Vorläufer der Textilindustrie in dieser Region. Lochcarron of Scotland in Galashiels ist eine der vielen Webereien, in denen Besucher die Herstellungsverfahren sehen und die fertigen Erzeugnisse erwerben können. Selbst bis auf diese Insel stießen die Römer vor. Sie nannten ihr Hauptquartier Trimontium (= Drei Berge), da es unterhalb der drei Gipfel der Eildon Hills in der Nähe von Melrose lag. In dieser hübschen Kleinstadt befindet sich die Trimontium Exhibition, in der die Geschichte der römischen Belagerung erzählt wird. Aber Melrose bietet auch noch andere Attraktionen. zum Beispiel eine Abtei, in der man 1998 eine kleine Bleiurne fand. die vermutlich das Herz des Königs Robert the Bruce enthält und die man wenig später wieder beigesetzt hat. (Etwas weniger feierlich: Es gibt hier auch ein Teddybär - Museum!) Kurz gesagt: es gibt viel Interessantes in den Städten und auf dem Land; und außerdem bieten sich Wandern, Radfahren, Reiten und Golf an - zum Beispiel auf dem Roxburghe. dem ersten Meisterschaftsplatz in den Grafschaften der schottischen Borders. Eine weitere Besonderheit sind die vielen prachtvollen Herrenhäuser und Schlösser, die man besuchen kann. Gleich nördlich der schottischen Grenze liegt Paxton House, ein schönes Herrenhaus mit einer Gemäldegalerie. die heute der National Gallery of Scotland angegliedert ist. Floors Castle, am Rand von Kelso, gilt als das größte bewohnte Haus in Schottland. In diesem Haus befindet sich auch die größte Sammlung von Chippendale - Möbeln in ganz Schottland. Traquaft House in der Nähe von Innerleithen ist das älteste kontinuierlich bewohnte Haus in Schottland. Das berühmte Bärentor vor Traquair wurde 1745 geschlossen und soll erst wieder geöffnet werden, wenn ein Stewart - König auf dem schottischen Thron sitzt. Viele dieser Landsitze haben herrliche Gärten, eine weitere Spezialität der Borders. Andere Gärten. die einen Besuch wert sind, sind Dawyck westlich von Peebles und Priorwood, gleich neben Melrose Abbey. |
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